Memotiva
Me – ich
Es beginnt bei mir. Nicht bei dem, was andere von mir erwarten, sondern bei der Frage, was mich bewegt. Darum stellt jede Figur zuerst eine Frage – an dich.
Ein Wort, fünf Figuren, ein Tag
Mich immer wieder an Motivation erinnern – und in Bewegung kommen.
Das Wort
Memotiva lässt sich auf drei Arten lesen – und alle drei stimmen.
Memotiva
Es beginnt bei mir. Nicht bei dem, was andere von mir erwarten, sondern bei der Frage, was mich bewegt. Darum stellt jede Figur zuerst eine Frage – an dich.
Memotiva
Motivation ist kein Vorrat, den man einmal anlegt. Sie verblasst. Dann braucht sie ein Memo, einen kleinen Zettel an mich selbst. Die Figuren sind solche Zettel – mit Gesicht.
Memotiva
Im lateinischen movere steckt das Bewegen; daraus kommen Motiv, Motor, Motivation und Emotion. Motivation ist kein Gefühl, auf das man wartet, sondern eine Bewegung, die man anfängt. Klein genügt.
Me + Memo + Motiva = mich immer wieder an Motivation erinnern – und mich bewegen.
Immer wieder
Ein Motivationsschub hält einen Nachmittag. Was trägt, ist der Rhythmus: anfangen, den nächsten Schritt sehen, bei der Sache bleiben, auf den Antrieb achten – und abends aufhören dürfen. Am nächsten Morgen beginnt der Kreis von vorn.
Jede Figur steht für eine Station dieses Tages. Zusammen erinnern sie dich, immer wieder.

Station 1 · Morgen · Anfangen
„Du musst nicht groß sein, um anzufangen.“
Sprossi ist selbst noch im Wachsen: ein runder Kopf, zwei Blätter, kleine Schritte. Es braucht Wasser und Zeit, sonst nichts.
Es vergleicht sich nicht und lässt sich nicht drängen. Damit nimmt es dem Anfang den Druck: Motivation muss nicht als großer Entschluss kommen. Sie darf so klein beginnen wie zwei Blätter.
Für eine MinuteSuch dir eine Sache aus, die du heute fünf Minuten lang „gießt“. Nicht mehr.

Station 2 · Vormittag · Der nächste Schritt
„Nicht alles auf einmal. Nur der nächste Schritt.“
Auf dem Rücken trägt das Verkehrstier statt eines Höckers eine Ampel. Es regelt jeden Begegnungsverkehr – auf der Straße, zwischen Menschen und zwischen den Gedanken im eigenen Kopf.
Vor Cetras unaufgeräumtem Kinderzimmer räumt es selbst nichts weg. Es zeigt nur, dass man nicht das ganze Zimmer aufräumt, sondern immer den nächsten Schritt geht. Es entscheidet nicht für andere – es macht die Kreuzung klein genug, dass man selbst losgehen kann.
Für eine MinuteSchreib die große Aufgabe auf. Streich alles durch bis auf den ersten Schritt – und mach nur den.

Station 3 · Mittag · Fokus
„Sieh, was jetzt zählt.“
Das Strandtier kam vom Planeten Bulumu an die Strände der Erde, um sie zu reinigen. Seine Siebkrallen trennen Sand von Müll.
Seine Brille hat zwei Modi. Fokus blendet alles aus außer dem, was hier und jetzt wichtig ist. Der Matrix-Modus zeigt, was hinter den Dingen liegt. Motivation braucht beides: den Blick für das Warum – und den Mut, für eine Weile nur das Nächste zu sehen.
Für eine MinuteLeg für zehn Minuten alles weg, was nicht zu deiner Aufgabe gehört. Das Handy zuerst.

Station 4 · Nachmittag · Was mich antreibt
„Nicht alles, was flüssig ist, gehört in dich hinein.“
Das Schlurfischlürf schlürft zuerst und sieht dann, was es war: Sein ganzer Körper leuchtet in der Farbe des Getrunkenen. Wasser macht es grün, Saft gelb, Cola oder Energydrink rot.
Es lernt nicht durch Warnung, sondern durch Anschauung am eigenen Körper. Für Motivation heißt das: Was mich nur kurz antreibt – Zucker, Dauerberieselung, Vergleich – zeigt sich irgendwann in meiner Farbe. Die Farbe ist keine Strafe. Sie ist eine Erinnerung.
Für eine MinuteFärbe deinen bisherigen Tag ein: Was war grün? Was war rot? Wähl das Nächste grün.

Station 5 · Abend · Aufhören dürfen
„Mehr musst du heute nicht schaffen.“
Das Müdetier sagt nie nein. Es verbietet nichts und erklärt nichts. Es stellt eine einzige Frage – „Was willst du heute noch alles tun?“ – und kommt mit, bis man selbst merkt, wie schwer der Tag geworden ist.
In seinen Geschichten schleppt jedes Kind ein beschriftetes Gewicht den Hügel hinauf: VERGANGENHEIT, ENERGIE. Das Müdetier nimmt es nicht weg; es erlaubt, es für heute abzulegen. Auch das ist Memotiva: Wer sich morgen wieder bewegen will, darf heute aufhören.
Für eine MinuteSchreib drei Gedanken, die dich wachhalten, auf einen Zettel. Leg ihn bis morgen weg.
Und morgen?
fängt Sprossi wieder an.
Memo an dich
Je nach Tageszeit erinnert dich eine andere Figur.

Morgen · Sprossi
„Du musst nicht groß sein, um anzufangen.“
Me Was wächst gerade in mir?
Motiva Ein kleiner Schritt, heute. Wasser und Zeit, sonst nichts.

Vormittag · Verkehrstier
„Nicht alles auf einmal. Nur der nächste Schritt.“
Me Was ist meine eine Sache – jetzt gerade?
Motiva Die eine Sache fertig machen. Erst dann schaltet die Ampel weiter.

Mittag · Strandtier
„Sieh, was jetzt zählt.“
Me Was bleibt übrig, wenn ich alles andere ausblende?
Motiva Mit den Siebkrallen durch den Sand: Stück für Stück heraussieben, was nicht hingehört.

Nachmittag · Schlurfischlürf
„Nicht alles, was flüssig ist, gehört in dich hinein.“
Me Welche Farbe hätte ich gerade?
Motiva Erst hinschauen, dann schlürfen. Und wenn die Farbe kippt: das Nächste anders wählen.

Abend · Müdetier
„Mehr musst du heute nicht schaffen.“
Me Was willst du heute noch alles tun?
Motiva Die Sorgen in die Schlafblase legen. Sie dürfen bis morgen warten.
Memo zum Anfassen
Eine Tasse am Morgen, ein Magnet am Kühlschrank: Wähle Gegenstand und Figur – so erinnert dich Memotiva auch ohne Bildschirm.
Du musst nicht groß sein, um anzufangen.
Du musst nicht groß sein, um anzufangen.
Du musst nicht groß sein, um anzufangen.
Du musst nicht groß sein, um anzufangen.
Du musst nicht groß sein, um anzufangen.
Du musst nicht groß sein, um anzufangen.
Tasse mit Sprossi
Gegenstand
Figur
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